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Auf der anderen Seite

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Deutschland, Türkei , Originalsprache: Deutsch, Türk, Engl.
, FSK ab 12

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(Regie)

(Drehbuch)

(Produktion)
(Produktion)

(Musik)

(Kamera)

(Schnitt)

: Nejat Aksu
: Ali Aksu
: Yeter
: Ayten Öztürk
: Emine
: Lotte Staub
: Susanne Staub
: Buchhändler
: Konsulatsmitarbeiter
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"Auf der anderen Seite" (türkisch: "Yasamin kiyisinda"; englisch: "The Edge of Heaven") ist ein Spielfilm von Fatih Akin nach eigenem Drehbuch. Der vielfach ausgezeichnete Film ist der zweite Teil einer geplanten Trilogie über Liebe, Tod und Teufel, die 2004 mit "Gegen die Wand begann". Er erzählt das miteinander verflochtene Schicksal von sechs Menschen aus drei Familien und zwei Generationen sowohl deutscher als auch türkischer Herkunft. In beiden Ländern spielend, ist er in drei Teile gegliedert, die jeweils eine Kapitelüberschrift tragen.

Titel zu diesem Film:

» Auf der anderen Seite
» The Edge of Heaven
» On the Other Side
» Yasamin kiyisinda

Handlung:

Yeters Tod:
Yeter, eine Prostituierte aus Bremen, bekommt von einem Kunden, dem wie sie türkischstämmigen, im Ruhestand lebenden Witwer Ali, das Angebot, seine Lebensgefährtin zu werden, ohne dadurch finanziell einzubüßen. Da ihr zur gleichen Zeit von zwei jungen Muslimen gedroht wird, sie solle ihren Beruf aufgeben, willigt sie ein und zieht zu ihm. Dort lernt sie dessen Sohn Nejat kennen, einen Germanistikprofessor, der seinen Vater des Öfteren besucht. Kurze Zeit später erleidet Ali einen schweren Herzinfarkt. Zurück aus der Klinik, benimmt er sich renitent, ordinär und machohaft. Als Yeter droht auszuziehen, schlägt er sie; sie stürzt unglücklich und verletzt sich tödlich. Ali kommt ins Gefängnis.

Nejat, der sich von seinem Vater lossagt und ihn als "Mörder" bezeichnet, begibt sich nach Istanbul, um Yeters Tochter Ayten aufzuspüren. Yeter hatte ihm erzählt, sie habe den Kontakt zu der 27-Jährigen verloren, habe ihr vorher ab und an Schuhe geschickt (um die Illusion zu nähren, sie arbeite in einem Schuhgeschäft), wolle ihr aber am liebsten eine gute Ausbildung finanzieren. Dies gibt Nejat dann als seinen eigenen Wunsch an auf die Frage der Behörden, warum er nach Ayten suche. Yeters Familie in der Türkei weiß auch nichts über ihren Verbleib, hilft ihm aber bei der Suche. Als er damit beginnt, Flyer mit Yeters Konterfei zu verteilen, stößt er auf eine deutschsprachige Buchhandlung, die zum Verkauf angeboten wird. Nejat übernimmt sie und bleibt in Istanbul.

Lottes Tod:
Der zweite Teil beginnt am gleichen Tag wie der erste und mit Blick auf das gleiche Ereignis: einer Demonstration zum 1. Mai, allerdings in Istanbul, und kontrastiv angelegt als Großveranstaltung mit politischem Sprengstoff. Bei dieser wird ein verdeckt ermittelnder Polizist enttarnt und niedergeschlagen, wobei er seine Pistole verliert; diese landet bei Ayten, der es gelingt, sie auf einer Dachterrasse zu verstecken. Sie gehört zu einer Zelle linker Politaktivisten, die auffliegt, weil Ayten auf der Flucht ihr Handy verloren hat; zufällig ist sie bei der Verhaftung abwesend und beschließt, mit einem gefälschten Pass nach Deutschland zu fliegen und in Hamburg unterzutauchen. Als sie sich jedoch von der dortigen Kontaktgruppe im Streit trennt und eine erste Suche nach ihrer Mutter in Bremer Schuhläden fehlschlägt, steht sie allein und mittellos da. Auf dem Campus der Universität bittet sie die Studentin Lotte, ihr ein Mittagessen zu bezahlen, und bekommt viel mehr als erwartet. Lotte ist selbst auf der Suche: nach einer Aufgabe, nach Liebe, nach einer Bindung, die sie von ihrer Mutter abnabelt. So nimmt sie Ayten kurzerhand in die mütterliche Wohnung mit zu sich, hilft ihr bei der weiteren Suche nach Yeter und beginnt ein Verhältnis mit ihr. Bei einer polizeilichen Routinekontrolle jedoch gerät Ayten in Panik; sie flieht, wird gestellt und beruft sich auf ihr Asylrecht. Ihr Antragsverfahren, von Lottes Mutter Susanne finanziert, wird nach einem Jahr abschlägig beschieden; Ayten wird in die Türkei ausgewiesen.

Lotte folgt ihr und erfährt, dass sie sofort inhaftiert wurde und ihr als Mitglied einer "bewaffneten Organisation" möglicherweise 15 bis 20 Jahre Gefängnis drohen. Durch die vage Aussicht auf eine Besuchserlaubnis getröstet, beschließt sie (gegen den Widerstand ihrer Mutter, die ihr weitere Unterstützung verweigert) zu bleiben. Die Suche nach einer Unterkunft führt sie auch in Nejats Buchhandlung, der ihr anbietet, bei ihm zur Untermiete zu wohnen. Der Besuch im Untersuchungsgefängnis hingegen hat fatale Folgen. Ayten, der von ihrer Gruppe signalisiert wurde, die versteckte Pistole werde gebraucht, erliegt der Versuchung, Lottes Ergebenheit auszunutzen. Zwar gelingt es Lotte, die Pistole an sich zu bringen, doch wird ihr die Umhängetasche unterwegs von Straßenjungen entrissen. Als sie diese schließlich stellt, wird sie von einem von ihnen erschossen.

Auf der anderen Seite:
Susanne fliegt nach Istanbul, um sich mit dem Tod ihrer Tochter auseinanderzusetzen. Sie trifft sich mit Nejat, übernachtet im Zimmer ihrer Tochter, liest ihr Tagebuch und bleibt. Indem auch sie Ayten besucht, setzt sie Lottes Mission fort und hat damit, wenngleich indirekt, Erfolg. Ayten bittet um Vergebung und bereut. Da sie ihre Reue auch der Justiz gegenüber bekundet, wird sie freigelassen. Zurück in Istanbul, nimmt sie Susannes Angebot an, zunächst bei Nejat unterzukommen, dessen Wohnung und Buchhandlung er Susanne in seiner Abwesenheit übertragen hat. Nejat hatte erfahren, dass sein Vater Ali aus Deutschland abgeschoben worden ist, den Kontakt mit ihm jedoch vermieden habe (in der Annahme, er wolle ihn nicht) und nun unterwegs sei zu seinem Anwesen in Trabzon. Nejat folgt ihm. Als er hört, dass Ali zum Fischen ausgefahren ist, erwartet er ihn am Strand.

Verweise zu diesem Film:

Trilogie "Liebe, Tod und Teufel", erster Film:
Trilogie "Liebe, Tod und Teufel", dritter Film:

News zu diesem Film:

  • Fr. 29.12.2017 14:46:
    Liebe, Tod und Teufel, Nummer Drei: Das Filmdrama "The Cut" von Fatih Akin aus dem Jahr 2014, Trilogie-Abschluß, läuft mit Tahar Rahim, Simon Abkarian, Makram Khoury ua in der Nacht zum Montag, 8. Januar 2018, um 00:05 Uhr als Free-TV-Premiere in der ARD.

Externe Links zu diesem Film:

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