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Spieltrieb

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Deutschland , Originalsprache: Deutsch
, FSK ab 12

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(Regie)

(Drehbuch)
(Drehbuch)

(Produktion)

(Musik)

(Kamera)

(Schnitt)

: Ada Fischer
: Alev El Quamar
: Szymon Smutek
: Lehrer Höfi
: Patrizia Fischer, Adas Mutter
: Magdalena, Szymons Ehefrau
: Dr. Teuter
: Richterin Sophia
: Odetta
: Grüttel
: Toni
: Joe
: Heinrich
: Schüler
: Schüler
: Schüler
: Prinzessin
: Verteidiger
: Barfrau
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Spieltrieb ist ein deutsches Filmdrama des Regisseurs Gregor Schnitzler aus dem Jahr 2013. Es basiert auf dem Roman Spieltrieb der deutschen Schriftstellerin Juli Zeh, der 2004 veröffentlicht wurde und vom Audio Verlag als Hörbuch umgesetzt wurde. Es handelt sich bei Spieltrieb nach Soloalbum, Die Wolke und Resturlaub um Schnitzlers vierte Kino-Romanadaption in Folge. Michelle Barthel übernahm bei dem Film erstmals eine Hauptrolle.

Titel zu diesem Film:

» Spieltrieb

Handlung:

Die 15-jährige Ada ist hochbegabt und hat bereits zwei Klassen übersprungen. Am elitären Bonner Privatgymnasium, das sie besucht, ist sie jedoch ein Außenseiter und hält die Mitschüler für langweilig und oberflächlich. Nachdem der ebenfalls überaus intelligente und zudem sehr charismatische neue 18-jährige Schüler Alev in ihre Klasse gekommen ist, fühlt sich die Einzelgängerin nicht nur zu dem Schönling hingezogen, sondern findet zugleich einen Seelenverwandten in ihm. Alev wirkt zwar nahezu unnahbar und fast dämonisch, doch gerade diese Aura und seine selbstbewusste und kühle Art lösen in Ada eine Faszination aus, die bis zur körperlichen Anziehung geht.

Alev hingegen, der regelmäßig Stripclubs besucht, jedoch vorgibt, keine Liebesbeziehung mit Ada eingehen zu können, weil er impotent sei, nutzt seine Intelligenz vorwiegend dazu, seine Mitmenschen zu provozieren. Dennoch kommen sich die beiden Schüler näher und Alev erzählt Ada von seiner Theorie des Spieltriebs. Sämtliche menschliche Aktionen stellen seiner Meinung nach Spielhandlungen dar. Daher könnten Menschen wie Spielfiguren manipulativ gesteuert werden. Für sein nächstes Spiel ist Alev auf die Mithilfe von Ada angewiesen. Er bringt die jungfräuliche Ada dazu, ihren Deutsch- und Sportlehrer Smutek, der mit seiner Ehefrau eine schwere Zeit durchlebt, in der Sporthalle der Schule zu verführen, während er die beiden aus einem Versteck heraus filmt.

Obwohl Ada für ihren Lehrer, der nun immer wieder zum Sex gezwungenen wird, Mitleid empfindet, muss sie feststellen, dass das perfide Spiel um Macht und Leidenschaft, aus dem niemand als Gewinner hervorgehen kann, außer Kontrolle geraten ist. Die anfänglich klare Rollenverteilung beginnt zu verschwimmen, bis Ada schließlich nicht mehr klar ist, wer ihr wahrer Gegner ist. Sie empfindet zwar Mitgefühl für ihren Lehrer, schreckt aber dennoch nicht davor zurück, ihn um 5000 Euro zu erpressen, um ihr ausstehendes Schulgeld zu bezahlen. Als sie kurze Zeit später Smutek ihre Liebe gesteht und mit ihm durchzubrennen plant, erklärt ihr Alev, dass sie für ihn austauschbar wie eine Spielfigur sei und er ihr gegenüber keinerlei Emotionen empfinde. Für Ada sind in ihrer Dreiecksbeziehung zu beiden Männern zu viele Gefühle involviert. Alev hingegen genießt Adas Abhängigkeit von ihm.

Smutek gegenüber gibt Alev provozierend preis, dass er ihn nur benutzt habe, um Ada für seine Zwecke gefügig zu machen. Das Spiel sei beendet. Was mit den auf Webseite der Schule befindlichen Videos passieren solle, die Smutek zusammen mit Ada zeigen, lässt er offen. Der Lehrer lässt sich im Rausch der Emotionen dazu hinreißen, über Alev herzufallen und ihn krankenhausreif zu schlagen. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte nehmen Smutek fest und bringen Alev ins Krankenhaus, wo er von Ada, die weiterhin Gefühle für ihn hegt, besucht wird.

Die drei sehen sich bei der Gerichtsverhandlung wegen des körperlichen Übergriffs zwischen Smutek und Alev wieder. Alev verschweigt bei seiner Zeugenbefragung, dass die von ihm zwischen dem Angeklagten und Ada gedrehten Sexszenen zu der körperlichen Auseinandersetzung geführt haben. Smutek schweigt zu den Anschuldigungen, Alev grundlos verprügelt zu haben, wohlwissend welches Strafmaß ihn erwarten würde. Weil Ada jedoch Smutek nicht seinem drohenden Schicksal überlassen möchte, revidiert sie ihre vorherige Aussage und gibt zu Protokoll, mit ihrem Lehrer sexuell verkehrt zu haben. Grund sei ihrer Darstellung zufolge der Freitod ihres Philosophielehrers und Mentors Höfi gewesen, zu dem sie eine starke intellektuelle Beziehung gehabt habe. Ihre tiefe Trauer um ihn habe sie in die Arme Smuteks getrieben, in den sie bereits zuvor verliebt gewesen sei. Sie habe aus eigenen Stücken gehandelt, während Smutek sich gegen die Beziehung mit seiner Schutzbefohlenen gewehrt habe. Smutek bestätigt ihre Ausführungen. Daraufhin wird er zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt, die auf Bewährung ausgesetzt wird. Alev wird unter anderem wegen Erpressung verurteilt, auch seine Strafe wird auf Bewährung ausgesetzt.

Während einer Reise zum Orakel von Delphi reflektiert Ada ihre Erlebnisse.

Fernsehausstrahlungen zu diesem Film:

· Do.
00:50-02:30
· Mi.
01:05-02:40
· Sa.
02:10-03:45

Externe Links zu diesem Film:

Spieltrieb in der dt. Wikipedia
Spieltrieb in der Internet Movie Database

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