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Die Päpstin

(Pope Joan)

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Deutschland, Italien, Spanien , Originalsprache: Englisch
, FSK ab 12

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(Regie)

(Drehbuch)
(Drehbuch)

(Produktion)
(Produktion)

(Musik)

(Kamera)

(Schnitt)

: Johanna/Johannes Anglicus/Papst Johannes
: Graf Gerold
: Papst Sergius II.
: Anastasius
: Kaiser Lothar I.
: Johanna (6-9)
: Johanna (10-14)
: Dorfpriester (Johannas Vater)
: Gudrun (Johannas Mutter)
: Aesculapius
: Richilde
: Odo
: Johannes
: Matthias
: Arn
: Bischof Arnaldo
: Valentinus
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Die Päpstin ist ein Historiendrama des Regisseurs Sönke Wortmann aus dem Jahr 2009. Der Film basiert auf dem historischen Roman Die Päpstin der US-amerikanischen Schriftstellerin Donna Woolfolk Cross aus dem Jahr 1996 und schildert die im Hochmittelalter entstandene Legende von der Päpstin Johanna, die im 9. Jahrhundert den Heiligen Stuhl besetzt haben soll. Die Welturaufführung des Films fand am 19. Oktober 2009 in Berlin statt; Kinostart in Deutschland war am 22. Oktober 2009.

Titel zu diesem Film:

» Die Päpstin
» Pope Joan

Handlung:

Im Jahre 814, kurz nach dem Tod Karls des Großen, kommt in Ingelheim am Rhein ein Mädchen namens Johanna zur Welt. Sie ist die Tochter des dortigen Dorfpriesters, der nicht glücklich darüber ist, weiblichen Nachwuchs zu bekommen. Der Vater herrscht mit harter Hand über seine Frau, die heimlich zu Wotan betet, und die gemeinsamen Kinder. Johanna ist schon als junges Mädchen sehr wissbegierig und redegewandt. Sie überredet ihren älteren Bruder Matthias, sie lesen und schreiben zu lehren; als Vorlage dient ihnen dabei die Bibel mit ihren lateinischen Texten. Nach Matthias' plötzlichem Tod will der Vater seinen zweiten Sohn Johannes zur Domschule in Dorstadt schicken, doch zeigt sich Johanna beim Besuch des Lehrers Aesculapius in Ingelheim wesentlich fähiger im Umgang mit der Heiligen Schrift als ihr Bruder: Sie ist nicht nur in der Lage, den lateinischen Text zu verstehen, sondern bietet außerdem eine einwandfreie Deutung der gelesenen Schrift. Gegen den Willen des Vaters unterrichtet Aesculapius das Mädchen und zeigt ihr literarische Werke wie die Odyssee.

Als ein Gesandter des Bischofs eintrifft, um Johanna an die Domschule zu holen, behauptet ihr Vater, es liege ein Irrtum vor, und lässt stattdessen Johannes mitreiten. Johanna flieht nachts aus ihrem Elternhaus und holt ihren Bruder ein, dessen Begleiter inzwischen ermordet worden ist. Gemeinsam gelangen sie nach Dorstadt, wo Johanna den Bischof mit ihrer forschen Art beeindruckt. Er veranlasst, dass die Geschwister vom Mönch Odo in dessen Klasse aufgenommen werden, obwohl dieser dem Mädchen gegenüber sehr ablehnend auftritt. Unterstützung erhält das Mädchen vom Grafen Gerold, der sie in seinem Haus aufnimmt und sich in die heranwachsende Frau verliebt. Einige Zeit später muss der Graf an der Seite Kaiser Lothars I. in den Krieg ziehen, woraufhin seine Gattin Richilde versucht, sich der Rivalin zu entledigen, indem sie Johanna verheiratet. Während der Vermählung fallen jedoch die Normannen in der Stadt ein und veranstalten ein Gemetzel, bei dem sowohl Johannes als auch Gerolds Frau und Kinder den Tod finden. Johanna überlebt nur, da sie bewusstlos geschlagen und für tot gehalten wird.

Als sie erwacht, deutet sie ihr Überleben als göttliche Fügung und entschließt sich, die Identität ihres ermordeten Bruders anzunehmen. Aus dessen Besitz nimmt sie ein Dokument an sich, mit dem der Bischof angewiesen worden war, Johannes im Falle seines Scheiterns in die Schule des Klosters Fulda zu schicken. Sie kürzt ihre Haare, bindet sich die Brust flach und tritt als "Bruder Johannes Anglicus" in das Benediktinerkloster ein. Sie beeindruckt die anderen Mönche mit ihren Kenntnissen der Heilkunde und rettet eine ältere Frau und deren Kinder vor einer gefährlichen Infektionskrankheit. Dabei erkennt sie die Begabung deren ältesten Sohnes Arn und ermöglicht ihm den Besuch der Klosterschule. Eines Tages erhält sie Besuch von ihrem vergreisten Vater, der einen tödlichen Schock erleidet, als er erkennt, dass ihm nicht sein Sohn Johannes gegenübersteht. Kurze Zeit später breitet sich das Fieber im Kloster aus, woran auch Johanna erkrankt. Sie widersetzt sich einer körperlichen Untersuchung, und ein älterer Mönch verhilft ihr zur Flucht, damit niemand ihr wahres Geschlecht erkennt.

Zunächst findet Johanna bei Arn Unterschlupf und unterrichtet dessen Tochter Arnalda, beschließt jedoch nach einiger Zeit, sich wieder als Mann zu verkleiden und zu einer Pilgerreise nach Rom aufzubrechen. Dort erwirbt sie sich mit ihren heilkundlichen Kenntnissen bald einen guten Ruf als Medicus und steigert ihr Ansehen noch, als es ihr gelingt, den amtierenden Papst Sergius II. mit pflanzlichen Heilmitteln von der Gicht zu befreien. Der Heilige Vater ernennt sie zu seinem Leibarzt und später zu seinem Nomenklator, ohne zu ahnen, dass es sich um eine Frau handelt. Schließlich bedroht Kaiser Lothar I. den Papst, da dieser seine Wahl nicht vom ihm bestätigen ließ, und zieht mit seinem Heer nach Rom, um Sergius zu unterwerfen. In seinem Gefolge kommt auch Gerold in die Stadt. Durch eine hydraulische Vorrichtung, die Johanna zusammen mit Gerold nach einer alten griechischen Anleitung einst schon einmal in kleinem Maßstab gebaut hatte, schließt sich nun das große Tor des päpstlichen Palastes selbständig vor Lothars Soldaten, was diese als göttliches Zeichen deuten. Lothar muss sich dem Papst beugen. Gerold erkennt Johanna wieder und gesteht ihr seine Zuneigung, doch diese ist zunächst zwischen ihrer weiblichen und männlichen Identität hin- und hergerissen.

Währenddessen spinnt der Gegenpapst Anastasius, der mit Lothar verbündet ist, eine Intrige, an deren Ende der Mord an Papst Sergius stehen soll. Der Anschlag ist erfolgreich, weshalb sich das Volk versammelt, um durch Akklamation einen Nachfolger zu wählen. Da Johanna und Gerold davon ausgehen, Anastasius werde die Wahl gewinnen, planen sie, Rom zu verlassen. Da erfahren sie, dass Johanna zum Stellvertreter Christi bestimmt wurde. In ihrem Pontifikat präsentiert sie sich als wohltätiger Papst und hilft sowohl den Armen als auch den Frauen. Außerdem ernennt sie Gerold zum Kommandanten des päpstlichen Heeres. In ihren Gebeten fragt sie sich, warum nicht ein Leben als Gottesdienerin und ihr privates Glück zugleich möglich sein sollen, und trifft sich heimlich mit Gerold. Die intimen Treffen bleiben nicht ohne Folgen, und plötzlich gerät sie durch ihre Schwangerschaft in Gefahr. Gerold versucht sie zur sofortigen Flucht zu überreden, sie jedoch möchte unbedingt noch bis zum Osterfest durchhalten. Bei der Osterprozession locken die Verschwörer auf Anastasius' Geheiß Gerold in eine tödliche Falle. Fast gleichzeitig erleidet Johanna auf der Straße eine Fehlgeburt und stirbt.

Anastasius erklärt sich zu ihrem Nachfolger, wird aber bald danach vom römischen Volk abgesetzt und in ein Kloster verbannt. Dort verfasst er den Liber Pontificalis, ein Verzeichnis aller Päpste, mit Ausnahme von Johanna. Viele Jahre später sucht Bischof Arnaldo, der sich am Ende des Films als Arnalda, Arns Tochter, herausstellt, nach der Geschichte der Päpstin Johanna, um wenigstens ein Exemplar mit einem um ihre Geschichte ergänzten Liber Pontificalis für die Nachwelt zu erhalten. Diese Nachforschungen des Bischofs Arnaldo bilden die Rahmenhandlung des Films.

Fernsehausstrahlungen zu diesem Film:

· So.
23:30-01:53
· Sa.
23:10-01:30
· So.
03:05-05:20
· Mo.
23:15-01:35
NDR  (Kinofassung)
· Sa.
20:15-22:30
WDR  (Kinofassung)
· Mo.
00:05-02:23
· Fr.
00:15-02:35
· Mi.
22:45-01:00
· Mo.
00:35-02:53
· Fr.
01:25-03:45
· Sa.
20:15-22:30
· So.
23:45-02:00
· Sa.
00:00-02:15
· Do.
20:15-22:30
· Fr.
20:15-22:33

Externe Links zu diesem Film:

Die Päpstin in der dt. Wikipedia
Die Päpstin in der Internet Movie Database

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